Michael mit Namen, geboren 1966 als jüngstes von 6 Kindern. Ich hatte immer meine Ruhe, weil die Eltern es drangegeben hatten, sich aufzuregen. Und ich habe eine Menge Knepe gemacht, als ich kleiner war... Mit den Geschwistern konnte man sich arrangieren, auch wenn ich das selten wollte. Besonders mit der Schwester habe ich mich gerne gezankt. Aber irgendwie habe ich es geschafft weiter zu kommen.

In der Schule habe ich mich auch mehr als einmal daneben benommen. Irgendwie hatte ich nie so den rechten Bock auf Schule. Na gut, Hausaufgaben müssen sein. Aber wenn ich nur etwas mehr Elan gezeigt hätte... In der 10. Klasse habe ich überlegt aufzuhören, hatte aber keinen Plan was ich machen wollte. Also erstmal weiter zur Schule, und irgendwie habe ich es bis zum Abi geschafft, nicht berauschend gut, aber immerhin habe ich es geschafft.

Als Jugendlicher, der auf dem Dorf groß wird, habe ich natürlich Fußball gespielt. Aber auch Handball war eine Leidenschaft von mir. Ich habe immer Spaß gehabt. Wenn es mir nichts mehr gab, habe ich aufgehört. Das hat manchmal sehr lange gedauert. Alles hat eben seine Zeit. Um den Sport abzuschliessen habe ich als "Erwachsener" nochmal im Nachbardorf Fußball gespielt, ganz ohne Stress, in der zweiten Herrenmannschaft. Auch Handball spielte ich nochmal, damit ich es hinter mir lassen konnte. Auch hier ganz ohne Stress, das gemütliche Beisammensein stand eher im Vordergrund. Ehrgeiz spielte auch eine Rolle, wer fährt schon gerne am Wochenende durch die Gegend, um sich die Bälle um die Ohren hauen zu lassen? Aber wie gesagt, es war eher ein gemütlicher Abschluss einer sportlichen Laufbahn. Ich habe eine Zeitlang Kindern im Alter von 6-9 Jahren den Spass am Handball vermittelt. Bezeichnenderweise heißt diese Altersklasse bei den Handballern "Minis". Der Beruf forderte mich mehr, und so habe ich es aus Zeitgründen aufgegeben.

Ich weiß gerne was läuft. Ich habe so meine Hobbies, einige könnt Ihr auf den Seiten dieser Homepage sehen. Egal was ich mache, ich mache es mit Herz oder gar nicht. Ich mag es nicht, wenn Menschen schnell urteilen (auch wenn ich mich manchmal dazu zählen muss!). Tiere gehören zu den Dingen, die ich am meisten Liebe. Alles was Fell und Pfoten hat interessiert mich. Aber auch technische Dinge faszinieren mich. Was lag also näher, als einen Beruf zu ergreifen, der sich mit soetwas befasst? Und dann doch bitte einen, der sehr vielfältig und Anspruchsvoll ist: Werkzeugmacher! Ich hatte und habe das Glück in Firmen zu arbeiten, die mir das bieten. Spritzgussformen für Kunststoffartikel erfordern Geduld und Präzision, Dinge die ich lernen musste. Und ich schau gerne über den Tellerrand hinaus. Computergesteuerte Werkzeugmaschinen faszinieren mich. Damit kann man prima ausgefallene Sachen fertigen:

Ein Kopf aus Edelstahl, gefräst auf einer5-Achsen CNC-Maschine von Fa. Röders auf der EMO 2001.

In der Zwischenzeit durfte ich mich weiter entwicklen, aus dem Werkzeugmacher, der sich CNC-Erfahrung aneignete, wurde ein Forscher und Entwickler in der Glasfaserbranche. Dort schaffte ich es, ein von einem Kollegen erdachtes Verfahren in die Wirklichkeit zu transferieren, und es wurde zum Patent angemeldet.

Mittlerweile betätige ich mich seit geraumer Zeit in der Luftfahrtindustrie und halte einige Zulassungen, die ich für meinen Beruf benötige. Es ist viel Verantwortung, aber es erfüllt mich mit Stolz und Freude all das tun zu dürfen, was ich tue.

Ein Bild, auf dass ich sehr Stolz bin:

Alessandro Zanardi, Ex- Formel 1 Pilot und zweifacher Champion der CART-Serie gewährte mir auf dem Lausitzring die Bitte, ein Foto von uns beiden machen zu dürfen. Seine Ausstrahlung fasziniert mich seit jeher. Und mit ihm zu reden, zu merken, er ist ein liebenswerter Mensch mit viel Humor und großem Herz, das war eine echte Erfahrung. Er verlor Tags darauf beide Beine bei einem Unfall. Aber er behielt seine Zuversicht, ist immer noch voller Lebensfreude und positiver Energie. Er gewann Rennen in der Tourenwagenweltmeisterschaft, holte 2 mal Gold im Handbike bei den Paralympics 2012.

Dieses Bild dient mir als Beispiel dafür, dass auch grosse Probleme gelöst werden können, solange man es nur will. Wenn er es schafft, sein Leben zu meistern und weiter Erfolgreich zu sein, warum sollte ich vor meinen "kleinen" Sorgen weglaufen?

Das Interesse am Rennsport kam mit den MINIs. Man fährt so eine kleine Rakete, sieht sie mal im Rennen im Fernsehen, und wenn man dann Glück hat, kennt man jemanden, der ab und zu an eine Rennstrecke fährt. Wir hatten einen Bekannten, der selber historische Tourenwagen und später einen Gruppe N Tourenwagen fuhr. Wir "betreuten" ihn an der Rennstrecke. So haben wir so manche Strecke kennengelernt. Und so manchen Rennfahrer. Manchmal verschwinden sie in der Versenkung, und dann tauchen sie wieder in einer Rennserie auf. Und man erinnert sich daran, wie man die Menschen erlebt hat, am Beginn ihrer Karriere, oder manchmal auch mittendrin.

 

Irgendwann passieren einem Dinge, die man nicht richtig erklären kann, und die Zeit der Besinnung beginnt. Ich bemühe mich, ruhig und sachlich zu bleiben, was aber nicht immer gelingt. Manchmal platze ich mit meiner Meinung heraus, egal was dann passiert. Aber auch das hat seine Berechtigung, man kann es nicht immer allen Recht machen, und man kann nicht jedem helfen. Und nur so dahinschwätzen, um meine Ruhe zu haben, mag ich auch nicht. Trotzdem habe ich manchmal Schwierigkeiten, Ernst zu bleiben. Immer wieder passiert es mir, dass ich selbst in ernsten Situationen grinsen muss, weil ich eine Anekdote oder eine lustige Geschichte dazu kenne. Kontaktscheu war ich nie, und so sammelt sich ganz schön was an...

Und nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt, diesmal ganz von mir gewollt und nicht fremdgesteuert. Ein Abenteuer bahnt sich an, so vieles habe ich hinter mir zu lassen, und so viel neues zu Erfahren. Ich kann es kaum abwarten!

 

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